Hintergrund
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     WORMS/MAINZ Am 9. Oktober sind es genau 100 Tage, seit die neue Wormser Landtagsabgeordnete der CDU Stephanie Lohr heißt. Mitten in der aktuellen Legislaturperiode, die noch bis 2021 läuft, war die junge Politikerin am 1. Juli eingestiegen, genauer: nachgerückt für den langjährigen Abgeordneten Adolf Kessel, den die Wormser zu ihrem neuen Oberbürgermeister gewählt haben. Für Stephanie Lohr war es also buchstäblich eine Berufung, zumindest ein Ruf, der sie in den Landtag gebracht hat. Inzwischen ist sie dort voll angekommen.

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    CDU und SPD haben vor dem Wormser Lutherdenkmal in feierlichem Rahmen den „Worms-Plan“ unterzeichnet. „Das neue Worms“, wie auch der Titel des 35-Seiten starken Dokuments heißt, soll bürgernäher, kinderfreundlicher und transparenter werden. Der besondere Ort, an dem der Vertrag öffentlich unterschrieben wurde, steht in den Augen der Koalitionäre für Reformation, Umdenken und Überzeugungskraft – Begriffe, die symbolisieren sollen: Es geht um einen Neuanfang.

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    Unter folgendem Link/ im unteren Bereich dieses Beitrags kann der Worms-Plan im Wortlaut heruntergeladen werden.

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24.04.2019
Jan Metzler: Bürokratie für Ehrenamtliche abschaffen
MdB Jan Metzler unterstützt Antrag „Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Gutes Leben und Arbeiten auf dem Land gewährleisten“
RHEINHESSEN/ BERLIN In einem Antrag, den der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler unterstützt hat, fordern die Koalitionsfraktionen unter dem Titel „Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Gutes Leben und Arbeiten auf dem Land gewährleisten“, dass das Ehrenamt von bürokratischen Vorgaben befreit wird. „Jede ländliche Region hat das Zeug zum Kraftzentrum - egal, wie unterschiedlich die Menschen und Landschaften sind“, sagt Metzler und betont im gleichen Atemzug: „Wir müssen aber dafür sorgen, dass diese Kraft auch freigesetzt werden kann“.
Jan Metzler: Die Menschen auf dem Land wollen nicht nur schöner wohnen, sondern auch besser leben und gut arbeiten. Foto: Tobias Koch
Ganz wichtig ist Jan Metzler dabei das Ehrenamt: „Gerade in den ländlichen Regionen ist das Ehrenamt stark ausgeprägt“, sagt er und fordert deshalb: „Wir müssen Bürokratie für Ehrenamtliche abschaffen!“ Er freut sich, dass man im Bundestag nun „einen guten Schritt dabei vorangekommen ist, dass das Ehrenamt von bürokratischen Vorgaben befreit wird“. > Für Jan Metzler, der als gelernter Winzer in Rheinhessen selbst auf dem Land groß geworden ist, ist dies ein ganz wichtiges Anliegen: „Ehrenämtler sind keine Berufsprofis“ erklärt er. Wo Freiwillige ihre begrenzte Freizeit opfern, müsse sich der Staat in manchen Punkten daher zurücknehmen. Gesetze und Verordnungen, wie sie etwa für das Gewerbe gelten, seien im Ehrenamt fehl am Platz. „Hier muss unterschieden werden zwischen dem Selbstgebackenen beim Kirchenbasar und dem Kuchen aus der Konditorei“, veranschaulicht Metzler an einem Beispiel. > Auch in anderen Punkten des Antrags sieht sich Metzler in seiner politischen Arbeit bestätigt: „Mir geht es um gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, fasst er das große Ziel zusammen. Wichtig seien dabei viele Faktoren. „In dem Antrag ebenfalls zur Sprache kommen Maßnahmen, wie wir schnelles Internet auf dem Land fördern, wie wir regionale Unternehmen stärken und wie wir die Digitalisierung – auch die der Landwirtschaft, dem Wirtschaftsmotor Nummer eins auf dem Land – vorantreiben.“ Jan Metzler hat zu diesen Themen allein in den letzten Wochen und Monaten eine ganze Reihe von Vorstößen unternommen. So hat er beispielsweise im Rahmen eines parlamentarischen Antrags an einer Plattform für neue Lösungen zu diesem Thema mitgewirkt. So war er einer der ersten in seiner Fraktion im Bundestag, die sich der Abgeordneten-Initiative „5G-Mobilfunk auch auf dem Land“ angeschlossen haben. Und so hat er sich auch für den Antrag „Kultur in ländlichen Räumen stärken – Teilhabe ermöglichen“ stark gemacht, der jüngst im Bundestag beschlossen wurde. > Jan Metzler sieht ländliche Regionen nicht als Anhängsel der Ballungszentren, sondern als wichtiges Fundament: „Mehr als die Hälfte der Deutschen leben auf dem Land oder in kleinen Städten“ weiß er. „Und viele „Hidden Champions“, also mittelständische Weltmarktführer in ihrer jeweiligen Sparte, kommen aus dem ländlichen Raum“. Der Erfolg einer Region stehe und falle mit ihrer Wirtschaft. „Die Menschen auf dem Land wollen nicht nur schöner wohnen, sondern auch besser leben und gut arbeiten“.


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