Hintergrund
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     WORMS/MAINZ Am 9. Oktober sind es genau 100 Tage, seit die neue Wormser Landtagsabgeordnete der CDU Stephanie Lohr heißt. Mitten in der aktuellen Legislaturperiode, die noch bis 2021 läuft, war die junge Politikerin am 1. Juli eingestiegen, genauer: nachgerückt für den langjährigen Abgeordneten Adolf Kessel, den die Wormser zu ihrem neuen Oberbürgermeister gewählt haben. Für Stephanie Lohr war es also buchstäblich eine Berufung, zumindest ein Ruf, der sie in den Landtag gebracht hat. Inzwischen ist sie dort voll angekommen.

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    CDU und SPD haben vor dem Wormser Lutherdenkmal in feierlichem Rahmen den „Worms-Plan“ unterzeichnet. „Das neue Worms“, wie auch der Titel des 35-Seiten starken Dokuments heißt, soll bürgernäher, kinderfreundlicher und transparenter werden. Der besondere Ort, an dem der Vertrag öffentlich unterschrieben wurde, steht in den Augen der Koalitionäre für Reformation, Umdenken und Überzeugungskraft – Begriffe, die symbolisieren sollen: Es geht um einen Neuanfang.

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    Unter folgendem Link/ im unteren Bereich dieses Beitrags kann der Worms-Plan im Wortlaut heruntergeladen werden.

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15.05.2019
Ideen aus Worms für die Kanzlerin
Marvin Schäfer bei JugendPolitikTagen des Bundesfamilienministeriums in Berlin / Ideen für Jugendstrategie der Bundesregierung mit entwickelt
BERLIN/WORMS Der 19-jährige Marvin Schäfer aus Worms hat auf Einladung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fünf ganz besondere Tage in Berlin verbringen können, die JugendPolitikTage 2019. „In Zeiten von FridaysForFuture und der Frage, wer eigentlich die Profis in der Politik sind, hat das Ministerium junge Menschen aus ganz Deutschland eingeladen, um deren Ideen für eine generationengerechte Politik zu hören“, gibt Marvin eine Zusammenfassung darüber, um was es bei dieser nicht alltäglichen Veranstaltung ging. In verschiedenen Formaten hatten junge Menschen im Alter von 16 und 27 Jahren Gelegenheit, Empfehlungen und Positionen für die gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung abzugeben.
Marvin Schäfer: Herausforderung und großer Ansporn, um mich weiterhin vor Ort aktiv einzubringen. Foto: Marvin Schäfer
Um nach Berlin eingeladen zu werden, hatte sich Marvin beim Bundesministerium bewerben müssen – und hat den Zuschlag bekommen. „Mir war es wichtig, dass ich aktiv Ideen und Projekte einbringen kann, die vermutlich noch in diesem Jahr auf dem Kabinettstisch von Kanzlerin Angela Merkel und ihren Ministerkollegen Spahn, Scholz und Co. liegen werden“, fasst er zusammen und lobt den konstruktiven Austausch, den er in Berlin erlebt habe. Schäfer ist in der Wormser CDU kein unbeschriebenes Blatt. Im vergangenen Jahr hat er das einjährige Nachwuchs-Förderprogramm der CDU abgeschlossen und dufte sich bei der Übergabe des Zertifikats sogar über ein Kompliment von Bundesministerin Julia Klöckner freuen, die Marvin wegen dessen politischer Bildung und seines Ausdrucksvermögens lobte. Dieser Anerkennung schließt sich der Wormser Vorsitzende der CDU-Fraktion, Dr. Klaus Karlin an: „Es ist toll, dass wir durch Marvin hier vor Ort einmal mehr einen engagierten und talentierten jungen Mann im Boot haben, der seine politischen Fertigkeiten weiter ausbilden und in Zukunft vor Ort einsetzen will!“, sagte Karlin auch mit Blick auf die Tatsache, dass Schäfer jetzt im Mai für die Wormser CDU von Stadtratslistenplatz 40 aus in den Wahlkampf startet. Bundesministerin Franziska Giffey sah das Engagement der jungen Teilnehmer während der JugendPolitikTage als „wichtiges und gutes Zeichen für die demokratische Partizipation“ an. Für Marvin selbst war die Veranstaltung „Herausforderung und großer Ansporn, um mich weiterhin vor Ort aktiv einzubringen“.Eine wichtige Frage sei gewesen: „Wie können wir junge Menschen in und an der Politik teilhaben lassen?“, berichtet er. Marvin war Teil der Arbeitsgruppe Wirtschaft. „Wir haben ein Modell erarbeitet, das sich „Digitalunion“ nennt“, gibt er einen Einblick. Darin gehe es um eine vertiefte Zusammenarbeit der Europäischen Union, insbesondere bei der inneren Sicherheit. Als Beisiel nennt Marvin die EU-weite Datenbank für Asylbewerber oder die Stärkung von Frontex. Aber auch die digitale Infrastruktur – Stichwort: Gigabitausbau – sei ein wichtiger Bereich gewesen. „Mein Favorit aber war das Themenfeld Gesundheit“, berichtet Marvin. „Wir haben Lösungen gesucht, wie Forschungsergebnisse und -fortschritte zwischen Wissenschaftlern auch europaweit erleichtert werden können“. Dies sei dann auch mit Familienministerin Giffey sowie den Parlamentarischen Staatssekretären Marco Wanderwitz und Caren Marks aus dem Innen- und dem Familienministerium diskutiert worden.


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