MdL Stephanie Lohr: Dem Wormser Gastgewerbe muss jetzt geholfen werden!

Lob für Kreativität der Wormser Gastronomie in der Corona-Krise / Lohr sieht bei schneller Hilfe gerade für auch für hiesige Betriebe besondere Chance / „Unterstütze schrittweise Öffnung und Mehrwertsteuer-Senkung“

22.04.2020
Stephanie Lohr: Wenn wir auch nächstes Jahr ein vielfältiges Angebot an Restaurants, Bars und Straußwirtschaften haben wollen, müssen wir jetzt handeln! Foto: Blume
Stephanie Lohr: Wenn wir auch nächstes Jahr ein vielfältiges Angebot an Restaurants, Bars und Straußwirtschaften haben wollen, müssen wir jetzt handeln! Foto: Blume

 WORMS Die Wormser Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Stephanie Lohr verlangt, dass vielen gastronomischen Betrieben in der Region jetzt schnell geholfen wird. Nur so könnten diese die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise überstehen.

 Als Beispiel, wie hart es die Branche derzeit auch in Worms trifft, führt Lohr die Hotelbetriebe an. „Diese haben jetzt überhaupt keine Einnahmen und sind durch die Absage der Festspiele besonders schwer getroffen.“
Die Politikerin verweist nicht nur auf die besondere Bedeutung, die Gastronomie und Tourismus in Worms und der Region einnehmen. Sondern Lohr sieht gerade für die hiesigen Gastronomie-Betriebe auch besondere Chancen. Die Branche könne hier in der Region vergleichsweise schnell wieder auf die Füße kommen – wenn nur jetzt schnell gehandelt werde. 
Viel Lob hat Lohr für die Kreativität, mit der die Gastronomen ihren Kunden und Gästen in Worms alternative Angebote machen. Als Beispiel nennt die Abgeordnete die Lieferdienste der Restaurants und den Home-Service, die manche Eisdielen und Restaurants schnell umgesetzt haben und gerade über die Ostertage sehr gut angenommen wurden. . „Dies alles kann trotzdem nur einen Bruchteil der Einnahmen kompensieren“, räumt Lohr ein. In der Gastronomie etwa fehle jetzt insbesondere der Getränkeumsatz, was auch die lokalen Winzer zunehmend belastet. „Wenn wir auch nächstes Jahr ein vielfältiges und reiches Angebot an Restaurants, Bars und Straußwirtschaften haben wollen, müssen wir jetzt handeln“, drängt Lohr zur Eile.
„Ich unterstütze daher mit allen Kräften die Forderung nach einer schrittweisen Öffnung gastgewerblicher Betriebe“, sagt die Landtagsabgeordnete mit Blick auf eine Forderung, die der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf gestellt hat. Dabei müssten natürlich die notwendigen Hygienemaßnahmen und Regeln eingehalten werden. 
Außerdem hält Lohr die Forderung nach einer Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für richtig. „Das ermöglicht Betrieben die Weiterexistenz“, argumentiert Lohr. So könnten die hohen Verluste zumindest teilweise kompensiert werden. Ebenso sollte ein Verzicht der Gebühren für die Außenbestuhlung seitens der Stadt geprüft werden, um die Gastronomen weiter zu entlasten. 
Dass die Branche – gerade hier in der Region – gute Chancen habe, wieder schnell Fuß zu fassen, davon ist Lohr überzeugt: „Worms und Rheinhessen sind attraktive Ausflugsziele, etwa für den Tagestourismus“, erklärt sie und blickt auf die Zeit, wenn in Deutschland die Ausgangs-Beschränkungen wieder langsam gelockert werden. „Dann soll unsere Gastronomie in Worms ihre Chancen nutzen können!“, sagt Lohr. Sie kann sich sogar eine höhere Tourismus-Nachfrage als sonst vorstellen. Beispielsweise, weil die Leute nicht weit weg in Sommerurlaub fahren. Oder, weil spontane Urlaube nur innerhalb Deutschlands geplant werden. Die CDU stehe an der Seite der Unternehmen und verliere deren Sorgen nicht aus dem Blick, versichert Lohr. 
Unabhängig davon, wie lange die Beschränkungen wegen der Corona-Krise noch andauern, fordert die Wormser Abgeordnete: „Wir müssen unsere Gastronomie jetzt retten!“