Corona-Krise -- MdL Stephanie Lohr (CDU) fordert Soforthilfe auch für freie Kulturschaffende und Soloselbständige

Lob für Verlegung des Nibelungenfestspiel-Rahmenprogramms in den Spätsommer / „Jetzt handeln und Kunst und Kultur schützen!“

27.04.2020
Stephanie Lohr: Wir müssen jetzt handeln und Kunst und Kultur schützen! Foto: Blume
Stephanie Lohr: Wir müssen jetzt handeln und Kunst und Kultur schützen! Foto: Blume

 MAINZ/WORMS Die Wormser Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr (CDU) fordert das Land auf, eine schnelle und unkomplizierte Hilfe für Soloselbständige zur Verfügung zu stellen. „Analog zu Baden-Württemberg soll monatlich ein Betrag von bis zu 1180 Euro drei Monate lang beantragt werden können“, erklärt Lohr die Forderung ihrer Fraktion in Mainz.

 Das Geld soll aus den Landesmitteln kommen, die im Nachtragshaushalt zur Verfügung stehen.
Nach diesem Plan sollen Betroffene Rheinland-Pfälzer, die Mitglied in der Künstlersozialkasse sind, abgesagte Verträge vorlegen, um Hilfen in Anspruch nehmen zu können. „Weder die bisherige Soforthilfe noch die Corona-Grundsicherung ist auf den Bedarf der Kulturschaffenden abgestimmt“, begründet Lohr den Vorstoß der Christdemokraten in Mainz. Die Hilfe sei dringend nötig, weil Kunst- und Kulturangebote frühestens im Herbst wieder langsam anlaufen. „Gleichzeitig fordern wir die Landesregierung auf, ein Konzept für eine mögliche Lockerung im Kunst- und Kulturbereich zu erarbeiten“, erklärt Lohr. Die Wormser Politikerin wirbt zudem für die Idee aus ihrer Fraktion, einen Rheinland-Pfalz-Kunst- und Kulturmonat ins Leben zu rufen. „Die Stadt Worms hat mit der Verlegung des Rahmenprogramms zu den Nibelungenfestspielen in den Spätsommer bereits sehr verantwortungsbewusst gehandelt, aber das reicht nicht aus, um die Vielzahl von Veranstaltungsabsagen zu kompensieren““, sagt Lohr.
In Rheinland-Pfalz sind Großveranstaltungen bis zum 31. August abgesagt. Traditionelle Feste und Veranstaltungen, Festivals und Kunstmärkte können nicht stattfinden. „Selbst wenn kleinere Veranstaltungen möglich sein sollten, ist nicht zu erwarten, dass die Einnahmen der Künstler ausreichen werden, um den Lebensunterhalt zu bestreiten“, erklärt Lohr und lobt: „Die Branche ist kreativ: Formate wie Karantena TV oder Onlinekonzerte sind großartig und ich bin mir sicher, dass da in den kommenden Wochen noch weitere Ideen folgen werden“. Aber auch diese Ideen müssten erst mal finanziert werden und dazu bräuchten Veranstalter die Mittel. Für die Künstler seien das derzeit keine planbaren Einnahmen, sodass viele Kreative um Ihre Existenz bangen. „Wir müssen jetzt handeln und Kunst und Kultur schützen!“