MdL Stephanie Lohr packt erneut bei „Tafel“ mit an

„Hochachtung vor allen Helfern - hier wächst die Gesellschaft ein Stück zusammen“ / Lieferdienst läuft rund / Rund 280 Haushalte werden trotz Corona-Krise erreicht

08.05.2020
Gemeinsam mit Tafel-Koordinatorin Elisabeth Steinmeyer-Steffens (links) hat die Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr bei der Tafel mit angepackt. Foto: Benedict Schulz
Gemeinsam mit Tafel-Koordinatorin Elisabeth Steinmeyer-Steffens (links) hat die Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr bei der Tafel mit angepackt. Foto: Benedict Schulz

 WORMS Schon vor der Corona-Krise hat sich die Wormser Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr bei der Wormser Tafel ein Bild vor Ort gemacht und selbst mit angepackt. In diesen Tagen hat sie nun erneut geholfen. 

 

Was dort jetzt alles geleistet wird, nötigt der Abgeordneten mehr als nur Respekt ab: „Ich habe Hochachtung vor dem Einsatz all derer, die das alles organisieren und am Laufen halten“, sagt Lohr und lobt, dass sich gerade in der Krisenzeit so viele Helfer und Spender gefunden haben. „Ich danke allen!“ Bei der Tafel werde Solidarität gelebt, und gegenseitiges Verständnis geschaffen; Vorbehalte würden abgebaut „Hier wächst die Gesellschaft ein Stück zusammen – und das gibt auch mir Kraft.“.

800 Haushalte und rund 1800 Menschen erreicht die Wormser Tafel, wenn sie regulär geöffnet ist. Am 16. März musste der Verein im Zuge der Corona-Krise jedoch schließen. Die meist älteren Mitarbeiter sollten sich bei der Warenausgabe nicht mit dem Virus anstecken. Und auch die Kunden – wie die Bedürftigen von der Tafel respektvoll genannt werden – sollten geschützt werden. Obendrein waren die Lebensmittelspenden knapp geworden.

Gerade in diesen Tagen ist die Hilfe aber besonders nötig. Deshalb gründeten der Tafel-Geschäftsführer Jürgen Sehrt und die Koordinatorin Elisabeth Steinmeyer-Steffens einen Lieferservice. Tatsächlich ist es dadurch gelungen, dass nun Bedürftige - rund 280 Haushalte in Worms und im Kreis – Lebensmittelrationen bekommen, die diese ganz besonders brauchen, darunter Menschen über 60 Jahre, Alleinerziehende, Familien mit vielen Kindern sowie Obdachlose. Alle zwei Wochen werden sie beliefert.

„Das ist ein voller Erfolg!“, lobt Lohr. „Das Team um Elisabeth Steinmeyer-Steffens und Hans-Jürgen Sehrt leistet Großartiges!“ Innerhalb weniger Wochen habe es einen perfekten Ablauf auf die Beine gestellt. Für den Lieferdienst bedurfte es vieler neuer Helfer, die das Essen bringen und beim Packen helfen - und eine große Spendenbereitschaft der Bürger. Wie Sehrt berichtet, kamen insgesamt 40000 Euro zusammen. Die Verantwortlichen bei der Tafel zeigten sich berührt von der großen Solidarität und Spendenbereitschaft. So erhalte die Tafel beispielsweise wöchentlich eine eigens für sie gebackene größere Lieferung frischer Laugenwaren eines Mainzer Brezelbäckers.

Wareneinkauf, Sortierung, Tüten packen und Ausliefern – all das laufe inzwischen reibungslos, schildert Lohr. „Um beispielsweise Staus auf der Straße vor der Tafel zu vermeiden, treffen sich die Fahrer morgens auf dem Festplatz“. Dort werden erst alle Formalitäten, geklärt. Dann gehen die Gruppen zeitversetzt ans Werk. Die Kunden wüssten inzwischen, wann die Helfer der Tafel vorbeikommen und seien meist zu Hause, um alles in Empfang zu nehmen. „Die Dankbarkeit ist sehr groß“, sagt Lohr. „Zudem leistet die Tafel einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.“

INFO
Die Wormser Tafel ist weiter auf Hilfe angewiesen. Wer spenden oder selbst aktiv werden möchte, erhält Infos unter www.wormser-tafel.de, Telefon 06241 592167 oder per Mail sehrt56@gmx.de.