MdL Stephanie Lohr: Landesregierung kennt Situation der Tafeln nicht

11.05.2020
Stephanie Lohr; Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler hat den Hilferuf offensichtlich nicht gehört. Foto: Blume
Stephanie Lohr; Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler hat den Hilferuf offensichtlich nicht gehört. Foto: Blume

  „Die gemeinnützige Arbeit der Tafeln im Land gestaltet sich in Corona-Zeiten zunehmend schwierig. Die Tafel-Verantwortlichen haben Alarm geschlagen und bitten offen um Unterstützung durch die Landesregierung, aber Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler hat den Hilferuf offensichtlich nicht gehört“, merkt Stephanie Lohr an. 

 Anlass sind jüngste Aussagen der Ministerin im Sozialausschuss, die im Wider-spruch zu einem offenen Brief der Tafel-Vorsitzenden, Sabine Alt-meyer-Baumann, stehen. In diesem Schreiben fordert Frau Altmeyer-Baumann die Ministerin auf, gerade in dieser Zeit die ‚armen Menschen im Blick zu behalten‘ und den Tafeln im Land endlich finanziell unter die Arme zu greifen.
Noch am Dienstag im Sozialausschuss hat die Ministerin erklärt, dass sich die Tafeln bisher nicht wegen einer finanziellen Unterstützung bei der Lan-desregierung gemeldet hätten. Wie der offene Brief von Ostern zeigt, scheint die Faktenlage allerdings eine andere zu sein. Wir bedauern, dass das Ministerium den Brief und eindringliche Bitte der Tafeln noch nicht vernommen hat.
„Die Corona-Maßnahmen stellen die Tafelarbeit und die vielen Freiwilligen, die helfen wollen, vor enorme Herausforderungen", so der CDU-Arbeitskreis-vorsitzende für Soziales, Michael Wäschenbach. „Die Kontaktbeschränkungen erschweren die Arbeit, aber die Tafel hat ihre Abläufe an Hygienevor-schriften angepasst. Von den bisher angelaufenen Finanzhilfen hat die ge-meinnützige Organisation nichts – deshalb auch der offene Brief und die kon-krete Bitte der Tafel-Vorsitzenden an die Ministerin um Hilfe. Die ablenken-den Aussagen der Ministerin im Ausschuss, die in der Videoaufzeichnung ab 1:40 h zu hören sind, entsprechen insofern in keiner Weise der bitteren Realität der Probleme, gerade jetzt wo viele Menschen auf Unterstützung angewiesen sind.“