„Clean up Worms“

Junge Union organisiert Dreck-weg-Aktion im Wormser Pfrimmpark / Tatkräftige Unterstützung auch von MdB Jan Metzler und MdL Stephanie Lohr

14.07.2020
 JU-Vorsitzender Marco Schreiber (re.) hat Prominenz ins Clean-up Team geholt. MdB Jan Metzler (li.) und MdL Stephanie Lohr (2.v.re.) packen mit an. Foto: Schreiber / Junge Union
JU-Vorsitzender Marco Schreiber (re.) hat Prominenz ins Clean-up Team geholt. MdB Jan Metzler (li.) und MdL Stephanie Lohr (2.v.re.) packen mit an. Foto: Schreiber / Junge Union

 WORMS Unter dem Motto „Clean up Worms“ hat sich die Junge Union (JU) in diesem Jahr mehrere Aktionen vorgenommen. Dabei soll es jedes Mal um ganz direkten Umweltschutz gehen: ums Saubermachen, Abfall aufsammeln, Graffiti-entfernen und Aufräumen. Jüngst war der Wormser Pfrimmpark an der Reihe. Tatkräftige Unterstützung bekam die ehrenamtliche Putzkolonne von prominenter Seite: Auch der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler und die Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr krempelten die Ärmel hoch, schnappten sich Greifzangen und Mülltüten und gingen mit Farbe und Pinseln gegen Schmierereien vor.

 Der JU-Vorsitzende, Marco Schreiber, der ähnliche Aktionen seit vielen Jahren organisiert, freute sich, dass auch in Corona-Zeiten ein ganzes Team von Freiwilligen mit anpackte. Stephanie Lohr, die auch Vorsitzende der CDU Worms ist, dankte der JU für die Organisation. Schon zum dritten Mal war die Junge Union auf diese Weise im Pfrimmpark aktiv. „Es ist fast schon eine Art Patenschaft“, bemerkte Schreiber. Die neuralgischen Stellen seien daher inzwischen schon ganz gut bekannt. Eine davon ist das Trafohäuschen an der Ecke Nievergoltstraße / Donnersbergstraße, das schon öfter Zielscheibe von Schmierereien geworden war. So auch diesmal. Eine hässliche Graffiti-Botschaft, eine Verunglimpung der Polizei, prangte dort in großen Lettern: ACAB – ein Akronym, das inzwischen auch ins Internet-Lexikon Wikipedia Eingang gefunden hat und vor allem in der Autonomen Szene als Abkürzung steht für „All cops are bastards“. Schreiber vermutet, dass der Schriftzug von Teilnehmern der illegalen Antifa-Demo stammt, die als Gegendemo zum Aufmarsch der NPD stattfand. Er ist froh, dass die Schmiererei in diesem Fall nicht lange zu lesen gewesen war. Die Aktion der JU fand eine Woche nach jener Demo statt. „Wir stellen uns gegen jede Art von Extremismus, egal ob von Rechtsradikalen oder Linksradikalen“, hebt Schreiber hervor. Jan Metzler sagte: „Gerade in der aktuellen Diskussion um die Polizei ist es wichtig, ein klares Zeichen zu setzen für unsere Polizistinnen und Polizisten und solche Hetzparolen zu entfernen.“
Graffiti entfernte die JU auch auf dem Pfrimmpark-Spielplatz und an Brückenpfeilern an der Nievergoltstraße. „Zum Glück war der Park aber insgesamt in einem ordentlichen Zustand und es lag nicht sehr viel Müll herum“, lobte Schreiber. Er plant weitere Clean-up-Aktionen in Worms. In den Jahren zuvor war die JU, außer im Pfrimmpark, schon in der Prinz-Carl-Anlage, in Neuhausen sowie gemeinsam mit der Spiel- und Lernstube der Caritas im Nordend aktiv.