„Ehrenamt in der Blaulichtfamilie stärken und Ehrenamts-Rente prüfen!“

MdL Stephanie Lohr MdL und MdB Jan Metzler (beide CDU) machen konkrete Vorschläge / Blick auch auf lokale Besonderheiten

17.08.2020

 WORMS Die Wormser CDU Abgeordneten Stephanie Lohr (MdL) und Jan Metzler (MdB) setzen sich für eine Stärkung des Ehrenamts in der Blaulichtfamilie ein. Die CDU Landtagsfraktion hat dazu ein umfangreiches Positionspapier beschlossen, an dem die Wormser Feuerwehrfrau Lohr selbst mitgearbeitet hat.

  Dieses zielt darauf ab, nicht zuletzt für das Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz eine bessere sächliche und finanzielle Unterstützung zu erreichen. „Wir wollen, dass diesem Engagement mehr Wertschätzung entgegengebracht wird“, sagt Stephanie Lohr. „Und wir wollen größere Anreize für das ehrenamtliche Engagement setzen.“  
Jan Metzler fasst seine Position so zusammen: „Auch hier bei uns in Rheinhessen sind viele Hilfsstrukturen ohne den ehrenamtlichen Einsatz in Feuerwehr, aber auch bei DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, ASB, DLRG und ähnlichen Organisationen nicht denkbar. Dieses ehrenamtliche Engagement ist ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft, vor allem innerhalb der Dorf- und Stadtteilgemeinschaften. Wer sich hier einbringt, setzt sich oft Gefahren aus, um anderen zu helfen. Hierfür gilt den Ehrenamtlichen unser herzlicher Dank.“. 
Wie Lohr ausführt, gehören zu den konkreten Vorschlägen die Schaffung von Prämien bei Dienstjubiläen, finanzieller Budgets für Ausflüge, Kameradschaftsabende und Jubiläen sowie höhere Aufwandsentschädigungen für Führungskräfte. Notwendig seien zudem modernere Bürokommunikationsmittel. Außerdem müsse bei den Investitionen für Wachen, für Fahrzeuge und für Schutzausrüstung der vorhandene Stau abgearbeitet werden.
Es handelt sich um ein Positionspapier für ganz Rheinland-Pfalz. „Lokale Besonderheiten sind dabei natürlich zu berücksichtigen“, hebt Lohr hervor. In Worms sei in den vergangenen Jahren in Fahrzeuge und persönliche Schutzausrüstung viel investiert; worden.  „Hier ist man auf einem guten technischen Stand.“ Auch die finanzielle Anerkennung für Einsätze und Brandsicherheitswachen seien bereits seit Jahren gelebte Praxis. „In Worms geht es insbesondere um die Unterkünfte der freiwilligen Wehren und den dringend notwendigen Neubau einer Hauptfeuerwehrwache. Wir haben hier einen Investitionsstau, den die Stadt Worms alleine nicht stemmen kann.“
Jan Metzler erklärt: „Neben einer zeitgemäßen Unterkunft und der technischen Ausstattung haben unsere Wehren mehr Wertschätzung und Anerkennung verdient.“ Er begrüßt daher das Positionspapier der CDU Landtagsfraktion: „Die Frauen und Männer in den unterschiedlichsten Hilfsdiensten gehen im wahrsten Sinne des Wortes gemeinschaftlich durchs Feuer, das verdient Respekt und Wertschätzung.“
Lohr, die als aktive freiwillige Feuerwehrfrau in der Einheit Abenheim selbst maßgebend an dem Positionspapier ihrer Landtagsfraktion mitgearbeitet hat, fasst die Forderungen folgendermaßen zusammen: „Um die Wertschätzung zu steigern, wollen wir als CDU das Ehrenamt als «Ehrendienst» einstufen und durch Ehrungen unterlegen.“ Junge Menschen bleiben Lohrs Erfahrung nach gerne im ländlichen Raum oder kehren zurück, wenn sie in der Feuerwehr aktiv waren. „Insofern stärken unsere Forderungen auch den ländlichen Raum. Um die Nachwuchsgewinnung zu stärken, schlagen wir Zuschüsse zum Führerschein vor. Zudem ist die Anrechnung als Wartesemester denkbar“.
Geprüft werden soll auch, wie dieses ehrenamtliche Engagement bei der Rente berücksichtigt werden kann. „Hier sind verschiedene Modelle denkbar“, erklären Lohr und Metzler und nehmen Rentenpunkte, Betriebsrente oder auch Berücksichtigung beim Renteneintrittszeitpunkt in den Blick. „Das darf man nicht einfach vom Tisch wischen. Hier muss ernsthaft diskutiert werden, was realisierbar ist.“