CDU-Ortsvorsteher wollen Bürgerservice gemeinsam mit Verwaltung verbessern

CDU-Ortsvorsteher in Wormser Stadtteilen loben Konzept im Grundsatz / Verbesserungspotenzial in der Zusammenarbeit zwischen Ortsbeiräten und Verwaltung soll mit OB erörtert werden / Lohr will lösungsorientierte Zusammenarbeit

25.08.2020

 WORMS Aus der Union haben sich die Ortsvorsteher und die stellvertretenden Ortsvorsteher aller Wormser Stadtteile zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam viele Themen aufs Tapet bringen in einer Dienstbesprechung mit OB Adolf Kessel Anfang September. Ganz oben steht dabei die Entwicklung des Bürgerservice in den Ortsverwaltungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Ortsbeiräten und Verwaltung. 

 Das neue Konzept, das die Verwaltung ausgearbeitet und den Ortsvorstehern der betroffenen Stadtteile vorgestellt hat, wird von der CDU vom Grundsatz her gelobt. Gleichwohl sieht die Union Verbesserungspotenzial. Sie will nun mit der Verwaltung gemeinsam ausloten, welche Möglichkeiten es gibt, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ortsbeiräten zu verbessern. Dann will sie Vorschläge machen und diese nach außen tragen. Stephanie Lohr, die CDU-Vorsitzende in Worms und Ortsvorsteherin in Abenheim ist, hätte sich genau diese Vorgehensweise auch von den SPD-Ortsvorstehern gewünscht. Lohr bedauert es, dass diese stattdessen jüngst mit Anschuldigungen gegen die Verwaltung bei diesem Thema kurzerhand direkt an die Presse gegangen waren. „Das hat uns irritiert, weil es nicht zielführend und lösungsorientiert ist“, fasst sie zusammen. Sie will die betroffenen Ortsvorsteher aus Neuhausen, Horchheim und Pfeddersheim zur lösungsorientierten Zusammenarbeit bewegen: „Wir müssen miteinander reden und nicht übereinander in der Presse.“ 
Das neue Konzept für erweiterten Bürgerservice war all den Ortsvorstehern vorgestellt worden, deren Ortsverwaltungen jetzt schon Bürgerservice für Pässe und Ummeldungen anbieten: Neuhausen, Horchheim, Pfeddersheim und Rheindürkheim. Denn für diese kommt die Erweiterung infrage. Björn Krämer und Adolf Beutel aus Rheindürkheim sowie Gerold Senn aus Pfeddersheim sehen das neue Konzept vom Grundsatz her als „gut und zukunftsorientiert“ an. Es schaffe Voraussetzungen dafür, dass die Ortsverwaltungen den Bürgern künftig mehr, länger und besseren Service bieten könnten. „Gesprochen werden muss nun noch darüber, wann und wie lange das Personal der Ortsverwaltungen dafür eingesetzt werden kann“, erklärt Ortsvorsteher Krämer. „Die Stadtteile profitieren davon, dass der OB selbst 20 Jahre lang Ortsvorsteher war.“ Kessel habe sich auch als OB für eine gute Zusammenarbeit zwischen Ortsbeiräten und Verwaltung eingesetzt. „Er weiß sehr genau, worauf es bei der Arbeit in den Ortsverwaltungen ankommt. Für ihn steht der Service für die Bürger im Vordergrund. Als OB muss er natürlich auch die Finanzen im Blick behalten und kann Hinweise des Rechnungshofs nicht einfach ignorieren“. Zudem rechnet es Krämer dem Stadtchef hoch an, dass sich dieser persönlich um die Weiterentwicklung des Bürgerservice kümmere. 
Die Abenheimer Ortsvorsteherin Stephanie Lohr unterstreicht dies. „Corona hat Ortsvorsteher, Verwaltung und OB enger zusammengerückt und zu einem guten und offenen Austausch geführt. Darauf sollten wir aufbauen und hier jetzt keine Rückschritte machen“, lobt Lohr die regelmäßigen Telefontermine zwischen Ortsvorsteher und Verwaltung während der ersten Phase der Coronapandemie. Weil sich das Verhältnis zwischen Verwaltung und Stadtteilen mit OB Kessel so gut entwickelt habe, könnten wichtige Themen jetzt ganz offen und ruhig gemeinsam erörtert werden. Dies soll nun in der Dienstbesprechung am 1. September geschehen. Der Leiselheimer Ortsvorsteher Johann Nock bekräftigt: „Ohne Frage gibt es noch Verbesserungspotenzial, aber das geht nur, wenn wir miteinander reden und vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Die Ortsvorsteher seien ja selbst Teil der Verwaltung. „Wir wünschen uns eine am Wohl der Bürger orientierte Zusammenarbeit“. 
Lohr fasst zusammen: „Es hilft allen Vororten, wenn die Bürgerinnen und Bürger ein breiteres Angebot an Servicestellen haben.“ Die Abenheimer beispielsweise nutzten das Angebot, Pässe in Rheindürkheim zu beantragen inzwischen gerne. Es gebe gute Parkmöglichkeiten und die Wartezeiten hätten sich insgesamt verringert. „Wir alle, einschließlich der Oberbürgermeister haben doch dasselbe Ziel, schnellstmöglich den erweiterten Service anbieten zu können.“