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CDU-Kreisverband Worms-Stadt

„Basis in Entscheidung um Kanzlerkandidatur einbinden“

CDU-Kreisvorsitzende Stephanie Lohr: Online-Befragung unter Wormser CDU-Mitgliedern noch diese Woche

WORMS Die Wormser CDU Vorsitzende Stephanie Lohr wirbt dafür, bei der Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union die Stimmung an der Basis zu berücksichtigen. „Wir müssen die Basis in die Entscheidung einbinden, diese Einstellung hören und unseren Delegierten mitteilen!“, fordert Lohr.
Stephanie Lohr: Wir kommen so zu einem wichtigen Stimmungsbild. Foto: NowickiStephanie Lohr: Wir kommen so zu einem wichtigen Stimmungsbild. Foto: Nowicki
„Auch wenn es in der Pandemie-Zeit schwierig ist: Gerade jetzt, in der Corona-Zeit müssen wir sehr guten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern halten.“  Auch die Bundestagsfraktion muss laut Lohr eingebunden werden. „Denn dort sind viele Abgeordnete, die direkt Rückmeldung von der Basis bekommen.“

Am Sonntag hatten sich erstmals die Parteivorsitzenden Laschet (CDU) und Söder (CSU) beide öffentlich bereit erklärt, die Kanzlerkandidatur zu übernehmen. „Beide sind erfahrene Politiker, Ministerpräsidenten und Wahlkämpfer", sagt Lohr. „Beide haben ein Profil, mit dem die Union im Herbst punkten kann.“ Trotzdem müsse die Entscheidung, mit wem die Union ins Rennen gehe, breiten Rückhalt haben. „Am Ende ist es die Basis, sind es die vielen Mitglieder vor Ort, die für unseren Spitzenkandidaten werben müssen, damit er bei der Wahl erfolgreich sein kann.“ Eine schnelle Entscheidung sei wünschenswert, dürfe freilich aber auch nicht „übers Knie gebrochen“ werden. Darunter leide am Ende die Glaubwürdigkeit.

„Die Instrumente, auch kurzfristig über unseren Kreisverband in Worms ein Stimmungsbild der Basis zu bekommen und dann in großer Einigkeit zu entscheiden, sind vorhanden“, sagt Lohr. Bereits Anfang des Jahres, bei der Wahl des CDU-Bundesvorsitzenden, hatte die Wormser CDU per Online-Umfrage ein Stimmungsbild unter ihren Mitgliedern erhoben. Lohr will dies nun wieder so handhaben. Wie sie berichtet, hat sie sich darüber bereits mit mehreren Mitgliedern aus dem CDU-Kreisvorstand, der CDU-Fraktion und CDU-Vorsitzenden aus den Wormser Ortsverbänden ausgetauscht und für diesen Weg grünes Licht erhalten. „Wir trauen uns deshalb zu, eine Befragung noch diese Woche über die Bühne zu bringen“, sagt Lohr.

Eine solche Blitz-Umfrage sei natürlich keine streng wissenschaftliche Erhebung, räumt Lohr ein. „Wir kommen so aber zu einem wichtigen Stimmungsbild“. Auch, wenn es letztlich die Delegierten sind, die über die beiden CDU-Kandidaten der Kanzlerkandidatur abstimmen und in dieser Entscheidung nicht an Vorgaben gebunden sind, hält Lohr fest: „Auch den Delegierten ist klar, dass eine solche Entscheidung von weiten Teilen der Union getragen werden muss.“