X
CDU-Kreisverband Worms-Stadt

Selfmade Corona Lüftungen für Wormser Schulen

CDU bittet Verwaltung um Umsetzung / Niedrige Kosten stehen in keinem Verhältnis zum enormen Nutzen

 WORMS Lüftungssysteme für Klassenräume, die 90 Prozent der Aerosole aus der Luft beseitigen, selbst bauen? Ja, das geht. Das Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie (MPI) hat eine solche Anlage entwickelt, die rein aus Materialien aus dem Baumarkt besteht und sogar von Laien gebaut und installiert werden kann.
 An einigen Mainzer Schulen haben diese Selfmade-Corona-Lüftungen bereits erste Praxistests bestanden. „Und sogar die Kosten halten sich in absoluten Grenzen,“ greift Stephanie Lohr, CDU-Landtagsabgeordnete für Worms, das Thema auf. „Man hat in Mainz gesehen, dass die Kosten zirka 10 Euro pro Schüler betragen. Die Wormser CDU hat daher über den Oberbürgermeister die Verwaltung gebeten, die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen in Angriff zu nehmen.“
Für Worms würde das bedeuten, dass für die 3100 Grundschüler rund 31.000 Euro in die Hand genommen werden müssten. „Das sollte uns die Gesundheit unserer Kinder und der Lehrerinnen und Lehrer wert sein“, findet Stephanie Lohr, die CDU-Kreisvorsitzende und Abenheimer Ortsvorsteherin. „Es haben sich bereits Eltern bei mir gemeldet, die sich derzeit mit der Bauanleitung des Mainzer Instituts befassen und bereit sind, hier aktiv zu helfen.“ 
Auch der Rheindürkheimer Ortsvorsteher Björn Krämer wünscht sich eine bessere Luft für die Klassenräume der Grundschule. „Bereits jetzt ist es durch das ständige Öffnen der Fenster sehr kalt in den Klassenräumen und damit das Risiko für Erkältungs- und Viruserkrankungen hoch. Wenn es jetzt noch richtig kalt wird, vergrößert sich das Problem nur weiter. Sollte es eine schnelle sowie bezahlbare Lösung geben, dann sollten wir das nicht unversucht lassen“, so Krämer, der hier bereits im Austausch mit der Grundschule in Rheindürkheim steht. 
„Die Materialbeschaffung und Unterstützung beim Einbau könnten zum Beispiel durch die EBWO erfolgen. Die Budgets bei der EBWO für Veranstaltungen in den Vororten konnten in diesem Jahr wegen Corona bisher nicht alle ausgeschöpft werden, sodass die Finanzierung machbar sein sollte“, regt Björn Krämer an. 
Auch der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Dr. Klaus Karlin ist begeistert von dieser Form der gemeinschaftlichen Soforthilfe. „Insbesondere wenn vor Ort Bürger bereit sind, bei der Umsetzung mitzuhelfen, sollte die Verwaltung diese Angebote dankend annehmen und nun prüfen, ob und wie eine Umsetzung kurzfristig möglich ist.“ 
„Wir könnten uns auch vorstellen, dass wir dazu auch noch nicht verplante Mittel aus dem städtischen Corona Budget verwenden, um eine schnelle Umsetzung voranzubringen.“ so Karlin weiter. 

Link zu Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz