X
CDU-Kreisverband Worms-Stadt

Verkehrsberuhigung statt autofreies Zentrum

CDU und SPD stellen weitere Ideen zum Mobilitätskonzept vor / Parkhausring soll um Willy-Brandt-Ring erweitert werden

Eine gleichermaßen für Bewohner, Kunden und Touristen attraktive Innenstadt zu gestalten, ist das anspruchsvolle Ziel, das die Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus Karlin (CDU) und Timo Horst (SPD) gesetzt haben. Der Aufforderung der Verwaltung, Vorschläge für Maßnahmen einzureichen, um das finale Konzept zu erarbeiten, sind die beiden Fraktionen nachgekommen.
Dass die Einrichtung des Parkhausrings für beide Parteien dabei von großer Bedeutung ist, wurde bereits berichtet. Dieser soll zukünftig den Durchgangsverkehr um das touristische Zentrum herumleiten. „Die Erreichbarkeit unserer Innenstadt für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen muss das Ziel sein. Autofahrer sollen über diesen Ring direkt in das Parkhaus geleitet werden, dadurch verringern wir den Park-Such-Verkehr im touristischen Zentrum.“, so die mobilitätspolitischen Sprecher Marco Schreiber (CDU) und Alexandra Zäuner (SPD). Für die Umsetzung mit Einbahnstraßen wollen die Koalitionäre ein externes Büro beauftragen.

Neu in diesem Konzept ist nun, dass der Willy-Brandt-Ring in den Parkhausring integriert werden soll. „Wenn Valckenberg Gelände und Weckerlingplatz zum touristischen Zentrum gehören sollen, kann die Andreasstraße keine Durchfahrtsstraße mehr sein.“, so Karlin und Horst.

Generell soll im Bereich Petersstraße, Stephansgasse, Neumarkt, Andreasstraße vor dem Dom und im Adenauerring nur noch Anliegerverkehr mit einem Maximaltempo von 20 km/h möglich sein. „Hier sollen die Menschen sich gerne aufhalten.“, sehen Schreiber und Zäuner das Ziel. „Deshalb sollen Fußgänger und Radfahrer hier so weit als möglich bevorrechtigt werden, was wir langfristig mit einer baulichen Umgestaltung des Verkehrsraumes unterstützen wollen.“

Auf eine generelle Kapazitätsreduzierung im Kfz-Grundnetz auf den Wormser Straßen, wie es im Konzept vom Büro Habermehl & Follmann vorgeschlagen wurde, soll verzichtet werden. Dies hätte zur Folge, dass bestehende Straßen bewusst verengt werden, um das Fahren mit dem Auto unbequemer und unattraktiver zu machen. Im Bereich des touristischen Zentrums dürfen wir jedoch bauliche Änderungen zur Verdeutlichung der gewünschten Aufenthaltsqualität nicht ausschließen.

Ziel müsse es außerdem sein, Besucher der Einkaufsstadt und Touristen zur Nutzung der städtischen Parkhäuser zu motivieren. „Daher müssen wir uns umgehend an die Sanierung des Parkhaus Friedrichstraße machen. Aber auch die Parkraumbewirtschaftung muss dahingehen angepasst werden, dass das Parken im Parkhaus günstiger und einfacher ist als im öffentlichen Raum.“, so Schreiber und Zäuner weiter. Parkplätze im öffentlichen Raum sollen vorwiegend dem Anwohnerparken zugeschlagen werden, um auch hier für Entlastung zu sorgen.

Und was ist mit der Krankenhaus-Tangente? Hier treten die Koalitionäre ein wenig auf die Bremse. „Die Entscheidung über diese Umfahrung lassen wir zunächst offen. Nach der Fertigstellung der Südumgehung zwischen A61 und Rheinbrücke, müssen wir die prognostizierten Verkehrsströme der Modellrechnungen zunächst verifizieren und dann neu bewerten. Ein überhasteter Schnellschuss bringt uns hier im Moment nicht weiter.“, sind sich Karlin und Horst einig.