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CDU-Kreisverband Worms-Stadt

Zusätzliche Reinigungsstufe für Wormser Kläranlage?

Ziel ist das Wormser Abwasser von Spurenstoffen und Mikroverunreinigungen zu befreien / Anfrage der CDU durch Monika Stellmann

 Die Kläranlage im Wormser Norden gehört in Deutschland zu den Großkläranlagen, die nach dem heutigen Stand der Technik bereits in der Lage sind, einen Teil von Spurenstoffen zurückzuhalten. Dennoch steigt der Anteil an Mikroverunreinigungen zum Beispiel durch Mikroplastik, Phosphat- und Medikamentenrückstände auch in Worms verhältnismäßig stark an. 
Monika Stellmann: Welche Planungen gibt es bereits, um Mikroverunreinigungen und Medikamentenrückstände zu filtrieren? Foto: CDU Worms Monika Stellmann: Welche Planungen gibt es bereits, um Mikroverunreinigungen und Medikamentenrückstände zu filtrieren? Foto: CDU Worms
 Die schwarz-grüne Landesregierung von Baden-Württemberg hat daher ein Förderprogramm für Kommunen aufgelegt, mit dem kommunale Kläranlagen mit einer vierte  Reinigungsstufe erweitert werden sollen, um so die Verunreinigungen der Gewässer zu vermindern, wie CDU-Mitglied Klaus Harthausen der CDU Stadtrats-Fraktion berichten konnte. Dies veranlasste Fraktionsmitglied Monika Stellmann dazu, beim Wormser Entsorgungsbetrieb nachzufragen, wie man dort das Thema „4. Klärstufe“ bewertet. „Wenn Baden-Württemberg finanzielle Mittel für 16 Kläranlagen zur Verfügung stellt, um dort eine zusätzliche Reinigungsstufe einzubauen, dann ist es naheliegend, dass auch bei größeren Anlagen in Rheinland-Pfalz aus Wasserschutzgründen eine Umrüstung sinnvoll ist und dies auch sicher irgendwann zur Pflicht wird,“ so Monika Stellmann in ihrer Anfrage.
Desweitern wollte die engagierte CDU-Politikerin in ihrer Anfrage vom ebwo wissen, welche Planungen es bereits gibt, um Mikroverunreinigungen und Medikamentenrückstände zu filtrieren. Und natürlich auch die Frage, mit welchen Kosten bei der Einrichtung einer 4. Reinigungsstufe zu rechnen sei. Die ebwo zeigte sich in der Antwort auf die Anfrage sehr interessiert am Thema und wies darauf hin, dass es verschiedene Schwerpunkte einer 4. Klärstufe gebe, je nach örtlichen Belastungen. Dabei sollte die Vermeidung von Spureneinträgen vorrangig sein. „Wir werden mit der ebwo weiter im Gespräch bleiben, welche Lösungen für die örtlichen Verhältnisse und den Trinkwasserschutz in Worms besonders sinnvoll sind“, so Monika Stellmann. Sobald vom Land eine Förderung möglich ist, wolle man das weiter konkretisieren.Eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit innerhalb der Wormser Kläranlage sei wünschenswert, sieht auch der Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Klaus Karlin einen möglichen Ausbau positiv. Aus finanzieller Sicht sei diese Investition aber für die Stadt Worms alleine sicher nicht leistbar. Dr. Karlin hofft, „dass man sich im grünen Umweltministerium in Mainz ein Beispiel am Stuttgarter Vorgehen nimmt und die Kommunen am Rhein mit den notwendigen Förderungen bei den Investitionen in mehr Umwelt- und Gewässerschutz sehr deutlich unterstützt.“